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05 Themenheft: Das Nydamboot

Die Museumspartner Museumsinsel Schloss Gottorf und das Museum Sønderjylland - Sønderborg Slot bieten einen Unterrichtsverlauf an, der den Dialog zwischen den dänischen und deutschen Schülern/innen fördern und das Verständnis für die Kultur und Sprache des Nachbarlandes stärkt. Der Unterrichtsverlauf "Das Nydamboot - dänisches, deutsches oder gemeinsames Kulturerbe?" gibt einen Einblick in die Geschichte des Nydambootes und inspiriert dazu, sich mit den Aspekten der Vermittlung und Rezeptionsgeschichte dieses imposanten Bootes zu beschäftigen. Das Heft beschreibt, wie man sich auf den Besuch der beiden Museen vorbereitet, den Unterrichtsverlauf durchführt und zum Schluss gibt es Vorschläge, wie man mit dem Thema in der Klasse nach dem Besuch weiterarbeiten kann.

Der Verlauf, die Aufgaben und die Diskussionspunkte sind für Schüler/innen von der 8. Klasse bis zur 13. Klasse ausgearbeitet. Im Rahmen der Kulturakademi-Unterrichtsverläufe arbeiten die Schüler/innen in Gruppen nationalübergreifend zusammen.

Das Museum Sønderjylland - Sønderborg Slot

Im Museum werden sich die Gruppen mit der Ausstellung "Fejder om fortiden" (dt. "Kämpfe um die Vergangenheit" beschäftigen. Die Ausstellung veranschaulicht verschiedene Deutungsmöglichkeiten der Frühzeit und wie diese in Auseinandersetzungen genutzt wurden, ob der damalige Landesteil Schleswig dänisch oder deutsch war. Hier lernen die Schüler/innen, wie man mit Geschichtsbildern arbeitet und Deutungen ganz unterschiedlich ausfallen können.

Die Museumsinsel Schloss Gottorf

Während die Schüler/innen im ersten Teil des Verlaufs, der in Dänemark stattfindet, einen breitgefächerten Überblick zur Frage, welche Bedeutung die Frühgeschichte für das Grenzland der Gegenwart bekommen hat, liegt der Schwerpunkt auf der Museumsinsel Schloss Gottorf beim eigentlichen Nydamboot.  Die Schüler/innen arbeiten in den gleichen Gruppen wie in Sønderborg weiter. In Schleswig müssen sie zur Lage des Fundorts und zur Bedeutung des Nydambootes selbst Stellungnehmen und beurteilen, inwiefern ihre eigene und die Meinung der anderen Schüler/innen exemplarisch für einen etwaigen Konflikt sein könnte.

Das Nydamboot

Die Ausgrabungen und schließlich die Entdeckung mehrerer großer Ruderboote im Nydam-Moor in den Jahren 1859 bis 1863 zeigten sich schnell als bedeutende Kriegsbeuteopfer der Römischen Kaiserzeit. So wird für gewöhnlich der jüngere Abschnitt der Eisenzeit bezeichnet, der von Christi Geburt bis ins späte 4. Jahrhundert und zum Übergang zur Völkerwanderungszeit andauert. Das Nydamboot ist etwas mehr als 23,5 Meter lang und ist aus Eichenholz. Es wurde ungefähr 30-40 Jahre benutzt und zwischen 340-360 n.Chr. geopfert. Das Boot war durchaus hochseetauglich. Es hat unbemannt ein Gewicht von ca. 5,2 Tonnen und hatte die Möglichkeit, schwere Lasten wie z.B. Menschen, Waffen und Ausrüstung zu transportieren. Es hatte so viel Platz, dass 30 Ruderer gleichzeitig das Boot rudern konnten. Außerdem war noch Platz für ca. 15 weitere Personen. Das Nydamboot ist seit 1948 auf der Museumsinsel Schloss Gottorf in Schleswig ausgestellt.


Region Sønderjylland-Schleswig: Regionskontor und Infocenter

Die Region wurde 1997 von deutschen und dänischen Partnern gegründet, um das gemeinsame Leben in der Region sowie deren Entwicklung zu fördern. Geografisch liegt die Region Sønderjylland-Schleswig im äußersten Norden Deutschlands und im äußersten Süden Dänemarks und stellt so das Tor zwischen Nord- und Zentraleuropa dar. Rund 700.000 Menschen leben hier - 450.000 auf der deutschen Seite und 250.000 auf der dänischen Seite. 

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