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02 Themenheft: SEHEN! HÖREN! ZEICHNEN!

Die Museumspartner Richard Haizmann Museum Niebüll und Ribe Kunstmuseum bieten einen Unterrichtsverlauf zum Thema "Kunst" und wie Kunst entsteht. Die Museen in Ribe und Niebüll sind sehr unterschiedlich, doch es gibt auch viele Gemeinsamkeiten. Es interessiert die beiden Kunstmuseen sehr, wie Kunst entsteht und genau das soll den Schülerinnen und Schülern vermittelt werden. Die Museumspädagogen sind überzeugt, dass sich Schüler Details besser merken können, wenn die Infos durch den Kopf und durch die Hände gehen. Die Schüler werden sich in diesem Verlauf deshalb der Zeichenkunst und der Malerei widmen. Gemeinsam werden auch Skulpturen und Gemälde
genauer angesehen und nachgezeichnet werden.

Der Inhalt dieses Heftes ist in erster Linie für Schüler der 5.–7. Klasse (Deutschland) und 4.–6. Klasse (Dänemark) konzipiert. Im Rahmen der Kulturakademie-Unterrichtsverläufe arbeiten die Schüler in Gruppen nationalitätenübergreifend zusammen.

Ribe Kunstmuseum

Die Aufgaben, die während des Besuchs im Ribe Kunstmuseum gelöst werden, handeln von Ribe. Deshalb ist es eine gute Idee, im Vorwege mehr über die Stadt zu erfahren. Ribe ist eine alte Mittelalterstadt und im Stadtzentrum liegt das Wahrzeichen der Stadt, der Dom. Viele Häuser sind aus dem 17. Jahrhundert und stehen unter Denkmalschutz. Typisch sind auch die schmalen Gassen mit Kopfsteinpflaster. Künstler haben sich seit dem 19. Jahrhundert in Ribe aufgehalten und die schönen Motive Ribes im Bild festgehalten. Sie haben hauptsächlich den Dom und die verschnörkelten Gassen gemalt. 

Das Ribe Kunstmuseum besitzt eine große Sammlung dänischer Kunst. Die Kunstwerke sind so aufgehängt, dass eine Entwicklung vom 18. Jahrhundert – als die Bilder sehr detailliert und fein poliert waren – bis zum 20. Jahrhundert – als die Details weniger und die Farben mehr wurden – deutlich wird. Alle Kunstwerke sind auf der Homepage des Museums zu sehen: Ribe

Richard Haizmann Museum

Wer die wechselnden Ausstellungen im Haizmann Museum besucht, wird mit gewichtigen künstlerischen Positionen der klassischen Moderne wie der Gegenwart konfrontiert. Der Ausgangspunkt der Museumsarbeit findet sich im Werk Richard Haizmanns. Dieser galt vor allem in den 1920er und frühen 1930er Jahren als ein überaus innovativer Künstler, dessen Werk weit ins 20. Jahrhundert hineinragt. Haizmanns Werke bestechen in gleicher Weise durch ihr Einfühlungsvermögen wie durch ihren formalen Erfindungsreichtum. Künstlerische Leitvorstellung blieb zeitlebens die Findung eines seelischen Ausdrucksgehaltes zwischen sinnlicher und geistiger Erfahrung. Die „gestaltete“ Form machte einen entscheidenden Schritt über sich selbst hinaus. Erzählerisches ersetzte Haizmann in seinen Werken durch die Vorstellung konzentrierter Wesenhaftigkeit. Sie löst im Betrachter, einerlei, ob er nun jung oder älter ist, eine meditativ-spirituelle Haltung aus.
Seit 1950 schuf Haizmann ein umfangreiches Holzschnittwerk, in dem er, unbeirrt gegenüber dem Zeitgeist, an den Idealen seines Frühwerkes festhielt. Mit anderen Worten: Haizmanns künstlerisches Werk öffnet sich nach verschiedenen Seiten hin und besticht durch einen eigenen, unverbrüchlich vorgetragenen Ausdrucksgehalt. Jedes gute Kunstwerk zeichnet sich durch seine Offenheit aus. Haizmanns Arbeiten treten mit vielen Werken jüngerer Künstler in einen Dialog und so werden unterschiedliche Positionen auf diese Weise besonders intensiv wahrgenommen. Homepage: Richard Haizmann

Malschule

Kinder wollen vor allem das Gesehene und Erlebte nachbilden, um es zu verarbeiten. Zur Unterstützung gibt es in vielen Museen mittlerweile eigene Malschulen, so auch im Richard Haizmann Museum. Eine Malschule wie auch das Museum selbst ist ein Ort der Freiheit. Eine wichtige Erfahrung: Vor der Kunst erscheinen Grenzen nebensächlich – das Andere, das Fremde, das noch nicht Gekannte übt immer wieder einen Reiz aus. Eines aber verspürt der Besucher: Respekt vor jedweder kulturellen Leistung. Und gibt es etwas Schöneres und Wertvolleres, als gerade diese Erfahrung Kindern und Jugendlichen zu vermitteln? Sie sollten mit Kunst aufwachsen. Denn wenn ihnen diese Möglichkeit eröffnet wird, wird Kunst zu einer festen Richtgröße in ihrem späteren Leben und zu einer schieren Selbstverständlichkeit.

 

 


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Die Region wurde 1997 von deutschen und dänischen Partnern gegründet, um das gemeinsame Leben in der Region sowie deren Entwicklung zu fördern. Geografisch liegt die Region Sønderjylland-Schleswig im äußersten Norden Deutschlands und im äußersten Süden Dänemarks und stellt so das Tor zwischen Nord- und Zentraleuropa dar. Rund 700.000 Menschen leben hier - 450.000 auf der deutschen Seite und 250.000 auf der dänischen Seite. 

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