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01 Themenheft: Wo verläuft die Grenze?

Die Museumspartner Danevirke Museum und Historiecenter Dybbøl Banke bieten einen Unterrichtsverlauf zum Thema "Grenzen" und der Geschichte des Grenzlandes an. Die Zielgruppe des Besuchs sind Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse.

In den Augen vieler Menschen stellt die jetzige deutsch-dänische Grenze eine feste und unveränderliche Linie dar, die Sprachen, Kulturen und Bevölkerungen trennt. Aus geschichtlicher Perspektive ist sie aber relativ neu, aus dem Jahre 1920. Sie stellt den friedlichen Schlussstrich eines viele Jahrhunderte dauernden Konflikts über die Trennlinie zwischen Deutsch und Dänisch dar. Die Grenze teilt das alte Herzogtum Schleswig, das sich von der Königsau im Norden bis zur Eider im Süden erstreckte.

Das Danewerk

Die alte Verteidigungsanlage Danewerk diente zur Verteidigung der Südgrenze Schleswigs. Seit frühgeschichtlichen Zeiten lebten in Schleswig Deutsche, Dänen und Friesen. Anfang des 19. Jahrhunderts war das Herzogtum eine Region mit mehreren Sprachen. Einige sprachen Deutsch, andere Dänisch, und wieder andere Friesisch. Nur 50 Jahre später eskalierte der Streit über die deutsche bzw. dänische Zugehörigkeit derart, dass er zwei Kriege mit verursachte, die das Gebiet maßgeblich veränderten.

Darüber können Sie und Ihre Schüler in den großen Festungsanlagen Schleswigs, dem Danewerk in Südschleswig und Dybbøl Banke in Nordschleswig (Sønderjylland), mehr erfahren. Heute sind sie durch die Grenze getrennt, aber Mitte des 19. Jahrhunderts waren sie zwei eng verbundene Festungen, die Dänemark gegen einen Angriff von Süden verteidigen sollten.

Danevirke Museum

Im Danevirke Museum wird den Schülern die lange und komplizierte Geschichte Schleswigs näher gebracht, von den ersten Verteidigungsanlagen um ca. 450 bis zu den heutigen Minderheiten auf der jeweiligen Seite der Grenze. Die Schüler werden natürlich auch das eigentliche Danewerk begehen und mehr über die Entwicklung von der befestigten Verteidigungsanlage mit der großen Waldemarsmauer und den Schanzen aus dem Jahr 1864 erfahren. Im Museum und draußen auf der Wallanlage müssen die Schüler verschiedene Aufgaben lösen.

Historiecenter Dybbøl Banke

Im Historiecenter Dybbøl Banke wird den Schülern der Krieg im Jahre 1864, der zum blutigen Höhepunkt des Konflikts wurde, näher gebracht. Die Schüler erfahren mehr vom Alltag der Soldaten und von den Erfahrungen der Soldaten auf dem Schlachtfeld. Die schleswigschen Soldaten, die unabhängig von ihrer nationalen Einstellung in der dänischen Armee kämpfen mussten, stehen dabei im Vordergrund. Die Schüler können in der rekonstruierten Schanze des Geschichtszentrums und auch auf dem historischen Schlachtfeld selbst aktiv werden.


Region Sønderjylland-Schleswig: Regionskontor und Infocenter

Die Region wurde 1997 von deutschen und dänischen Partnern gegründet, um das gemeinsame Leben in der Region sowie deren Entwicklung zu fördern. Geografisch liegt die Region Sønderjylland-Schleswig im äußersten Norden Deutschlands und im äußersten Süden Dänemarks und stellt so das Tor zwischen Nord- und Zentraleuropa dar. Rund 700.000 Menschen leben hier - 450.000 auf der deutschen Seite und 250.000 auf der dänischen Seite. 

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